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Hatten wir 2022 noch die Hoffnung, dass sich der globale Gesetzesdschungel irgendwie lichten würde, müssen wir heute feststellen: Die geopolitische Wetterlage ist deutlich stürmischer geworden. Souveränität ist kein Luxusgut mehr, sondern die Lebensversicherung für Ihre Daten. In einer Welt, in der zwischenstaatliche Abkommen schneller wanken als ein Kartenhaus, stellt sich die Frage: Wem können Sie eigentlich noch trauen?
Sie erinnern sich sicher an unsere vorangegangenen Teile (besonders Teil 1 und Teil 2), in denen wir über die Tücken lokaler Datencenter und den extraterritorialen Hunger von Gesetzen wie dem Cloud Act gesprochen haben. Heute müssen wir diese Diskussion unter einem neuen, schärferen Schlagwort führen: Souveränität.
Wie der kanadische Premier Mark Carney im Januar 2026 am WEF in Davos eindringlich klargestellt hat, erleben wir gerade das Ende einer «angenehmen Fiktion». Die regelbasierte internationale Ordnung wird zunehmend als «Augenwischerei» entlarvt, bei der sich Grossmächte nur an Regeln halten, solange es ihnen passt.
Vermehrt werden wirtschaftspolitische Instrumente, Lieferketten und Finanzinfrastrukturen heute als Waffen zur Erpressung und Nötigung eingesetzt.
Die Themen KI, Microsoft und die Riege der Hyperscaler sind nach wie vor fest in US-Hand. Wie am WEF eindringlich klargestellt wurde, ist die alte Verlässlichkeit zwischenstaatlicher Deals brüchig geworden. Hand aufs Herz: Glauben Sie wirklich, dass ein Vertrag Sie schützt, wenn es im harten Wettkampf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz um alles geht?
Verträge mit Hyperscalern sind Prachtbauten auf Treibsand. Im Ernstfall zählt nur technische Eigenkontrolle.
Für staatliche Stellen ist das Thema Souveränität mittlerweile fast absolut. Es ist die Wahl zwischen echter Eigenkontrolle und der potenziellen Erpressbarkeit und politischem Selbstmord angesichts empörter eigener Bürger. Aber auch für Sie als international tätiges Unternehmen wird die Luft dünner. Marktkonforme Bedingungen? Oft Fehlanzeige. Dennoch wird der eine oder andere Markt durch seine Attraktivität locken. Es bleibt aber ein Restrisiko aus Rechtsunsicherheit, Kosten und Reputationsverlust, das Sie nicht einfach «weglächeln» können. Verträge mit US-Cloud-Riesen waren schon immer ein bisschen wie Gebäude, die auf Sand gebaut sind, die gegen Cyber-Kriminelle oder geopolitische Machtspiele kaum ein verlässliches Fundament bieten.
Um nicht zwischen den Fronten der Grossmächte zerrieben zu werden, bleiben Ihnen – ob staatlich oder privatwirtschaftlich – im Kern vier Wege:
Souveränität ist kein Luxusgut für Paranoide, sondern die Lebensversicherung für Ihre digitalen Assets.
Wir müssen ehrlich sein: Wenn wir das aktuelle Angebot betrachten, ist eine breite souveräne Lösung in Europa derzeit noch nicht in der notwendigen Kapazität oder Funktionalität verfügbar. Während europäische Anbieter zwar wachsen, halten sie zusammen immer noch nur rund 13–15 % des Marktes, während US-Hyperscaler weiterhin etwa 70–80 % dominieren. Analysten prognostizieren für 2026, dass sich kein europäisches Unternehmen vollständig von diesen Riesen abwenden kann. In Europa bildet sich evtl. zusammen mit Kanada eine neue Vertrauenszone. Bis diese eine signifikante Kapazität bereitstellen kann, braucht es politische Einigkeit, einen entschlossenen Markt und Zeit.
Was also tun? In der aktuellen Situation ist ein hybrider Setup die einzige Versicherungspolice, die eine schnelle Reaktion auf künftige Richtungsänderungen ermöglicht.
Wir bei e3 setzen auf ein präzises technisches Instrumentarium, um diese Souveränitätslücke zu schliessen:
Die e3 baut bereits seit 2010 Lösungen zum Eingrenzen und seit 2015 Verschlüsselungssysteme, die halten, was sie versprechen. Als profunde Kennerin der Herausforderungen, der Ansätze und der verschiedenen Hersteller können wir ganzheitliche und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden bauen.
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